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Felix Scharstein zeigt „Freie Maschinen“ im Deutschen Museum, zwölf kinetische Objekte bis 29. November

Das Deutsche Museum in München zeigt vom 8. Oktober bis 29. November 2026 ein Dutzend kinetische Arbeiten des Künstlers und gelernten Feinmechanikers Felix Scharstein. Die „Freien Maschinen“ rotieren, falten und schalten, ohne eine Aufgabe zu erfüllen. Sie stehen in der Abteilung Energie – Motoren auf Ebene 0.

Von Mara Lindqvist, Redaktion Ateliernation: Aufträge, Rechte, Honorare, Förderung, Köpfe der Kreativwirtschaft

Felix Scharstein zeigt „Freie Maschinen“ im Deutschen Museum, zwölf kinetische Objekte bis 29. November
Symbolbild: Ateliernation (KI-generiert)

Im Deutschen Museum in München laufen seit dem 8. Oktober 2026 Maschinen, die nichts herstellen. Die Sonderausstellung „Freie Maschinen" zeigt bis zum 29. November ein Dutzend kinetische Arbeiten von Felix Scharstein in der Abteilung Energie – Motoren auf Ebene 0, zwischen Dampfmaschinen und Dieselmotoren. Scharstein ist gelernter Feinmechaniker; die exakte mechanische Funktion ist ihm nach Angaben des Museums wichtiger als jede Symbolik.

Zu sehen sind unter anderem die „Spinning Jenny" von 2020, eine Transmissionsriemen-Maschine nach dem Vorbild historischer Spinn-, Näh- und Webmaschinen, und „Flock of Ducks" von 2022, drei ineinandergreifende, polierte und vergoldete Messingspiralen, die ein Elektromotor in kreisende Bewegung versetzt. Die „Stachelschnecke" gehört zu einer Serie fraktaler Maschinen, der „Signalstrauch" ist eine Skulptur aus Signalen, die ihre Form verändern. Hebel, Zahnräder, Riemen und Motoren treten in einen sicht- und hörbaren Dialog, mal rhythmisch, mal unvorhersehbar.

„Diese Ausstellung bricht den Museumsalltag auf: Hier müssen die Maschinen nichts leisten, sie dürfen einfach wirken", sagt Scharstein laut Museum. Kuratorin Christine Kolczewski beschreibt die Schau als meditativ und zugleich neugierig machend; sie ergänze die Motorenabteilung um Maschinen als poetische statt funktionale Objekte.

Was das für Kreative heißt

Ein Technikmuseum, das Kunst in seine Dauerausstellung lässt, ist für kinetische Künstler ein seltener Ort: Publikum, das Mechanik versteht, und Nachbarschaft zu Originalen der Industriegeschichte. Wer mit Bewegung arbeitet, findet in Technik- und Industriemuseen Ausstellungspartner mit eigenem Budget und ohne Galerieanteil. Der Weg führt über die Kuratoren der Fachabteilungen, nicht über die Kunstvermittlung.

Quellen

Laut Ateliernation

„Das Deutsche Museum in München zeigt vom 8. Oktober bis 29. November 2026 ein Dutzend kinetische Arbeiten des Künstlers und gelernten Feinmechanikers Felix Scharstein. Die „Freien Maschinen“ rotieren, falten und schalten, ohne eine Aufgabe zu erfüllen. Sie stehen in der Abteilung Energie – Motoren auf Ebene 0.“

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